Christopher Gullick startet bei den süddeutschen Meisterschaften

Am vergangenen Wochenende fanden die süddeutschen Meisterschaften der U18 in St. Wendel im Saarland statt. Christopher ging an beiden Tagen an den Start. Tag 1 startete mit der rund zweistündigen Autofahrt, während der er sich mit einem Power-Nap auf den Wettkampf vorbereitete. Im Stadion angekommen, suchten wir die Ausgabestelle für die Startunterlagen, die sich ziemlich gut versteckt hinter dem Hauptgebäude befand. Nachdem diese „Hürde“ gemeistert wurde, ging es für Christopher dann an die richtigen Hürden. Er bereitete sich auf die 110m Hürden vor. 20 Minuten vor den Lauf ging es in den „Call-Room“. Dieser bestand aus einem 3x3m großen Pavillon, der ein wenig Schatten spenden sollte. Bei knapp 20 Jungen, die dort auf ihren Start warteten, reichte dieser bei Weitem nicht aus. Man musste also schnell sein, um sich einen begehrten Schattenplatz zu ergattern. Wer Christopher jedoch kennt, weiß, dass er sich beim Aufwärmen auch gerne mal ein bisschen zu viel Zeit lässt. 10 Minuten vor der Call-Room Zeit stand er immer noch ganz entspannt mit seinen Sportschuhen da, als wir Trainer ihn dann mal ganz diskret darauf hingewiesen haben, dass er nur noch ein paar Minuten hat und vielleicht mal die ein oder andere Hürdenüberquerung machen sollte. Somit war dann an einen Schattenplatz im Call-Room für Christopher nicht mehr zu denken. Aber man lernt ja nie aus. Vielleicht schaut er bei der nächsten Vorbereitung ein wenig auf die Uhr. Dann war es endlich soweit. Der Startschuss fiel. Nach einem für seine Verhältnisse gut gelungenen Start, fehlte es in der Mitte ein wenig an Geschwindigkeit. Dennoch konnten alle Beteiligten zufrieden sein. Christopher konnte eine neue persönliche Bestleistung mit 15,19 aufstellen und verpasste nur relativ knapp für die Norm für die deutschen Jugendmeisterschaften (15,00). An dieser Stelle ist noch einmal zu erwähnen, dass sein letztes Hürdentraining über einen Monat zurücklag, weil er verletzt war und nur kurz vor den Meisterschaften wieder fit wurde. Danach ging es ins Hotel, um sich auf den nächsten Tag vorzubereiten.

Am zweiten Tag fanden die 200m statt. An diesem Tag war es bereits am Vormittag sehr heiß, wodurch nicht nur der Athlet, sondern auch die Trainer ordentlich ins Schwitzen kamen. Dann hieß es wieder, sich warm zu machen und sich anschließend im Call-Room einen Schattenplatz zu erkämpfen. Christopher startete im letzten Lauf. Während er die Kurve technisch noch ziemlich gut sprintete, fiel er auf der Zielgeraden in eine Rücklage. Er versuchte noch, diese zu korrigieren, was sich allerdings schwierig gestaltete. Auch hier waren sich alle einig, dass das (Technik-)Training in den letzten Wochen einfach gefehlt hat.Trotzdem gab es auch hier am Ende eine neue Bestzeit mit 23,33 Sekunden. Das Finale verpasste er auch hier leider um ein paar Plätze. Das war jedoch zu verkraften. Mittags um 13 Uhr bei 36° zu sprinten ist einfach nicht jedermanns Sache. So ging es im gut klimatisierten Auto zurück nach Langen.

LG Langen richtet Kinderleichtathletik-Wettkampf aus

280 Kinder, knapp 40 Trainer, über 20 Kampfrichter und Stationsleiter und dazu noch gut 500 Eltern und Geschwister – eine Sportveranstaltung dieser Größenordnung hatte das Vereinsgelände des TV Langen an der Berliner Allee lange nicht erlebt. Ein 9köpfiges Organisationsteam der LG Langen sorgte dafür, dass der dritte Wettkampftag der Kinderleichtathletik-Liga für die Altersklassen U8 und U10 problemlos über die Bühne ging.Absatz

Erst im Februar diesen Jahres hatte die LG Langen angeboten, die Ausrichtung des Events für einen kurzfristig verhinderten Partnerverein zu übernehmen. Während die Rahmendaten des Wettkampfs bereits seit mehreren Monaten feststanden, lagen die eigentlichen Herausforderungen in der Vorbereitung der Wettkampfstätte und in der Planung des Caterings. Bereits am Tag vor dem Wettkampf erfolgte das Aufbringen der Linierungen für die Hindernisstaffeln und die Wurfdisziplinen sowie das Abmessen der Strecke für den Teambiathlon. Die Sprungdisziplinen waren Anlaß für einen zwei Wochen zuvor erfolgten Arbeitseinsatz, bei dem Vorstandsmitglieder, Seniorensportler und Eltern der LG Langen einen neuen Absprungbalken einbauten und die Anlaufbahn mit einem ebenen Untergrund versahen. Das Catering-Team sah sich angesichts der hohen Meldezahlen und des ganztätigen Wettkampfs vor neuen Herausforderungen, hatte die LG Langen doch bisher Wettkämpfe mit maximal der Hälfte an Menschen gemanagt. Dank zahlreicher Unterstützung aus dem Elternkreis konnte jedoch ein umfangreiches und abwechslungsreiches Buffet angeboten werden.

Besonders hervorzuheben war die gelungene Kooperation von TV und SSG Langen– sowohl die Faustballabteilung des TVL als auch die Handballer der HSG stellten unbürokratisch benötigte Materialien wie Kreidewagen oder Tore zur Verfügung, darüberhinaus konnte auf den gesamten Fundus der SSG-Leichtathleten zurückgegriffen werden.

Das Organisationsteam zeigte sich mit dem Ablauf des Wettkampfs rundum zufrieden und verbuchte dies als gelungene Generalprobe  für die Ende August auf dem SSG-Gelände stattfindende Kinderleichtathletik-Hessenmeisterschaft, bei der die LG Langen Gastgeber für das Finale der 16 besten hessischen KiLa-Teams sein wird.

Auf dem Weg zum Hessenfinale

Starke Mannschaftsleistungen beim Regio-Entscheid

Nachdem sich im vergangenen Jahr bereits das WU14-Team für das Hessische Finale der Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaften DJMM qualifizieren konnte, ging die LG Langen beim diesjährigen südhessischen Vorentscheid sowohl mit einem U14-Mädchen- als auch einem U14-Jungenteam an den Start. Da die Athleten an maximal 3 Einzel- oder 2 Einzeldisziplinen und Staffel teilnehmen dürfen, war das Trainerteam im Vorfeld gefordert, die Sportler entsprechend ihres Leistungsvermögens so aufzustellen, dass sich eine für die jeweiligen Teams optimale Punktzahl ergab. 

Dass sich diese kniffelige Arbeit gelohnt hat, belegen die Teambilanzen – sowohl die Mädchen als auch die Jungen belegten jeweils hinter der Startgemeinschaft Darmstadt/Gelnhausen den 2. Platz. An herausragenden Einzelleistungen aus dem Mädchenteam sind der Weitsprung (4,60m) und der 800m-Lauf (2:40,64 Min.) von Lea Söder, der Ballwurf (40,0m) von Laura Hühn und der Hochsprung von Jennifer Bokeloh (1,42m) zu nennen. Alle Athletinnen belegten damit die Plätze 1 oder 2 im Disziplinenranking und steuerten hohe Punktzahlen zum Gesamtergebnis bei.

Top 1 oder 2 und entsprechende Punktzahlen bei den Jungen erzielten Mika Bruchhäuser im Hochsprung (1,51m), Felix Lenz im Ballwurf (40,5m) und Henning Judt im Weitsprung (4,30m). Darüberhinaus waren die 4*75m-Staffeln in der Besetzung Julie Sue-Jennifer Bokeloh-Lea Söder-Franziska Heil (42,49 Sek.) und Ian Thissen-Felix Lenz-Mika Bruchhäuser-Henning Judt (41,56 Sek.) jeweils als schnellste im Ziel.

Ob die insgesamt erzielten Punktzahlen für die Teilnahme am DJMM-Hessenfinale Ende August in Wehrheim gereicht haben, entscheidet sich wenige Wochen vor dem Wettkampf, da sich nur die jeweils zehn besten Teams aus ganz Hessen qualifizieren können.