Medaillen für LG Langen-Athleten

Nach langer Wettkampfabstinenz durch die Coronapandemie nahmen einige LG Athleten am letzten Septemberwochenende an den Kreismeisterschaften in Egelsbach und Griesheim statt, die zum Saisonende veranstaltet wurden.

Mit 5 Gold-, 4 Silber- und 6 Bronzemedaillen dekoriert konnten die Langener Leichtathleten ein erfolgreiches Wettkampfwochenende auf sich verbuchen. Um den Zeitplan zu entzerren, wurden die Laufdisziplinen und der Hochsprung für die U14/U16-Athleten sowie Lauf, Weitsprung und Ballwurf für die U12-Athleten am Samstag in Egelsbach durchgeführt, Weitsprung und die Wurfdisziplinen für die U14/U16-Athleten einen Tag später in Griesheim. 

Im Lauf der M14 startete Ian Thissen über die 80m Hürden und sicherte sich in 13,76s den zweiten Platz. Melina Nastos stürmte über dieselbe Distanz in 14,86s zum Kreismeistertitel.

Kaum waren die Hürden beiseitegeschafft, fegten Prince und Emmanuel Schneider mit 12,68s bzw. 12,85s über die 100m-Distanz und qualifizierten sich jeweils als jeweils Laufschnellste für das Finale der M14. Ian Thissen qualifizierte sich ebenfalls mit 13,19s als Finalteilnehmer. Conner Thissen brachte die 100m-Distanz in 15,03s hinter sich. Neben Prince, der sich im 100m-Finale in 12,88s den Kreismeistertitel sicherte, standen auch Emmanuel in 12,99s und Ian in 13,13s mit auf dem Treppchen.

In der W14 errang Kira Kujath in 15,65s den Bronzerang über 100m. Über die 75m-Distanz der M13 musste sich Simon Kolle mit 11,28s ganz knapp mit Rang 4 begnügen.

Auch über die 50m der M10, W10 und W11 gab es Vor- und Endläufe. In der Altersklasse M10 verfehlte Jakob Schmidt mit seiner Zeit von 8,49s jedoch um eine Hunderstel den Endlauf. Noah Amin lief 9,11s. Ins Finale konnte hingegen Antonio Mc Kenzie (8,44s) einziehen, in welchem er in 8,50s auf Platz 3 sprintete. 
In der W11 bestritten Henriette Hänel (8,27s), Leni Buschjäger (8,41s), Carlotta Nolze (8,33s) und Leonora El Moustaphaoui (8,95s) die Vorläufe. Im Finale überquerten Henriette (8,46s), Leni (8,48s) und Carlotta (8,50s) auf Rang 4, 5 und 6 die Ziellinie. 
In der W10 gelang Leni Meyer mit 8,61s der Einzug ins Finale, den Annika Barbion mit 9,08s leider verpasste. Im Finale erreichte Leni dann in einer Zeit von 8,75s Rang 6.

In der Zwischenzeit errang Ian Thissen mit 1,33m den Goldtitel im Hochsprung.

Im Weitsprung der M10 verpasste Jakob Schmidt mit 3,58m nur knapp den Bronzerang. Noah Amin sprang 3,35m weit. Bei der W11 trug sich Henriette Hänel mit einer Weite von 3,64m (Platz 4) in die Wertungsliste ein, Leni Buschjäger mit 3,41 auf Rang 5, Cara Adler auf Rang 7 (3,34m), Leonora El Moustaphaoui auf Rang 8 (3,26m) und Carlotta Molze mit 3,18m auf Platz 9. In der W10 sprangen Leni Meyer mit 3,45m auf Rang 5, Annika Barbion auf Rang 9 (3,21m) und Nele Becker auf Rang 13 (2,89m).

Die beiden W11-Athletinnen Cara Adler und Leni Buschjäger platzierten sich im Schlagballwurf auf dem Silberrang (28m) bzw. 5. Platz (22,50m). In der M10 konnte in dieser Disziplin Jakob Schmidt mit starken 31m auf Platz 3 überzeugen, Noah Amin errang mit 20m Rang 10.

Zum Ende des Wettkampfes hin sicherten sich mehrere Athleten über die 800m ein paar Medaillen. Über die zwei Runden begannen Henriette Hänel (3:07,33min, 3. Platz) und Leonora El Moustaphaoui (3:12,74min, 4. Platz) in der W11, Annika Barbion (3:36,41min, 2. Platz) und Nele Becker (3:42,91min, 4. Platz). Jakob Schmidt (3:02,81min, 4. Platz), Noah Amin (3:18,65s, 7. Platz) und Benni Siebecke (3:28,22min, 9. Platz) starteten in der Altersklasse M10. Ganz stark zu bewerten sind die beiden 800m-Kreismeistertitel von Mika Siebenborn (2:23,31min) in der M14 und in der M13 durch David Bohr (2:26,35min, über 10 s vor dem Zweitplatzierten), komplettiert durch den 4. Platz durch Simon Kolle in 2:41,79min).

Einen Tag später startete Simon Kolle als einziger Langener Athlet im Weitsprung der M13 (3,91m) und im Kugelstoßen (6,33m), wo er den Bronzerang errang.

Hessische Meisterschaften Straßenlauf in Darmstadt

Nur eine Woche später begab sich das erfolgreiche Duo Mika Siebenborn und David Bohr bei den Hessischen Meisterschaften im Straßenlauf in Darmstadt an den Start. Wie schon bei der HM Cross sicherte sich David Bohr auch über 5 km auf der Straße in 19:12 min den dritten Platz in der Altersklasse mU14/M13.

Mika Siebenborn begab sich im Anschluss auf die 5 km-Meisterschaftsrunde und erreichte mit 19:42 min als Siebter das Ziel.

Hessische Meisterschaften Cross in Mengerskirchen

Am 6. November fanden in Mengerskirchen die Hessischen Meisterschaften im Crosslauf statt. Zwei Langener Lauftalente gingen bei bestem Crosswetter auf die Geländestrecke des Mengerskirchener Sportzentrums.

Das größte Starterfeld mit fast 40 Teilnehmern zeigte der erste Lauf in der mU14. Über die 1,5 km lange Strecke sicherte sich David Bohr in flotten 5:44 min die Bronzemedaille

In der mU16 ging Mika Siebenborn an den Start über 2,5 km und erreichte in 9:52 min als Siebter das Ziel.

Fünf Langener beim Treburer Crosslauf

Bei spätherbstlichem Sonnenschein fand am 24. Oktober der bekannte Crosslauf in Trebur statt. Fünf Langener Läufer stellten sich dem anspruchsvollen Terrain. 

Als erster begab sich Philipp Schmidt auf die Strecke für den 700m Lauf der M9/mU10. Er belegte in einem starken Feld den sechsten Rang in einer Zeit von 2:45,4 min. Sein Bruder Jakob Schmidt startete über dieselbe Strecke und errang den dritten Platz in einer Zeit von 2:36,1 min in der Altersklasse M10/mU12. 

Der 1400m-Lauf der M13/mU14 war fest in Langener Hand. Als erster Läufer überquerte David Bohr in 5:11,5 min die Ziellinie, kurz darauf blieb für Leif Barbion auf dem dritten Platz die Uhr bei 5:49,7 min stehen. 

Als letzter Langener Starter überquerte schließlich Mika Siebenborn in 10:32,2 min auf dem dritten Platz die Ziellinie des 2800m-Laufes in der M14/mU16.

Erfolge bei Südhessischen Meisterschaften im Crosslauf

Eine Woche später kehrten vier Langener Athleten der LG Langen mit einer Gold- und zwei Silbermedaillen sowie einem siebten Platz von den Südhessischen Meisterschaften im Crosslauf zurück.

Strahlende Oktobersonne empfing die Langener Athleten zu den Wettläufen auf einer anspruchsvollen Geländestrecke in Weiten-Gesäß im Odenwald. Über die Strecke von 1.140m startete Annika Barbion im Lauf der W10 und erreichte mit einer tollen Zeit von 5:43 min Platz 7 in der Regionalwertung. Jakob Schmidt bewältigte im Lauf der M10 dieselbe Strecke in 4:43 min und errang den Silberrang in der Südhessischen Meisterschaft. 

David Bohr musste als Starter in der M13 bereits 2.280m bewältigen. Für ihn wurde der Start nach 8:42 min mit dem zweiten Platz in der Regionalmeisterschaft belohnt.
Bei dem tollen Wetter war für Mika Siebenborn nicht nur der Herbst golden, sondern auch sein Ergebnis. Zu guter Letzt ebenfalls über 2.280m in der Altersklasse M14 startend, überquerte er nach 8:46 min mit 70-sekündigem Vorsprung als Erster die Ziellinie.

Jennifer Bokeloh und Lea Söder meistern ihren ersten Siebenkampf

Am 19. und 20. August fanden die Hessischen Mehrkampfmeisterschaften in Darmstadt statt. Von der LG Langen gingen Jennifer Bokeloh und Lea Söder in der W14 an den Start. Für die beiden Athletinnen war es ihr erster Siebenkampf und besonders in diesem Jahr war er eine große Herausforderung. Durch die coronabedingte Trainingspause fehlten den Beiden rund zwei Monate Trainingsvorbereitung und es gab wenige Möglichkeiten bei Wettkämpfen, in den Disziplinen eine gewisse Routine zu bekommen. Diese Voraussetzungen waren jedoch für alle Teilnehmerinnen gleich und es galt für beide, das Beste aus der Situation zu machen. 

Mit dem Kugelstoßen starteten die beiden Athletinnen in den ersten Wettkampftag, welches sie mit zwei Bestleistungen abschlossen. Bei einem Mehrkampf gibt es jedoch bekanntlich neben Höhen auch Tiefen. Das mussten die Mädels schon in ihrer zweiten Disziplin, dem Weitsprung, erfahren. Beide hatten mit Anlaufproblemen zu kämpfen und blieben hier deutlich unter ihren Möglichkeiten. Beim 100m-Sprint zeigten sie jedoch, dass dieser kleine Rückschlag sie nicht aus der Fassung brachte. Auch hier konnten sich Beide über eine neue Bestleistung freuen. Mit dem Hochsprung beendeten sie ihren ersten Wettkampftag. Lea stellte eine neue persönliche Bestleistung auf und war glücklich, diese von ihr ungeliebte Disziplin hinter sich gebracht zu haben. Wer das Wettkampfgeschehen um Jennifer in den letzten Wochen verfolgt hat, weiß, dass der Hochsprung Jennys stärkste Disziplin ist. So sprang sie in dieser Konkurrenz am höchsten und konnte wichtige Punkte gutmachen.

Der zweite Tag begann mit dem Speerwerfen, einer Disziplin, mit der sich beide in den letzten Wochen schwergetan haben. Lea konnte sich am Ende jedoch über eine neue Bestleistung freuen, während Jenny leider wichtige Punkte liegen ließ. Beim anschließenden Hürdensprint gab es für beide Athletinnen Grund zur Freude, da beide eine neue Bestleistung aufstellen konnten. Damit waren sechs von sieben Disziplinen hinter sich gebracht. Bekannterweise sind die abschließenden 800m nicht jedermanns Sache. Auch bei unseren Mädels hielt sich die Begeisterung darüber in Grenzen. In dieser Disziplin merkte man deutlich, dass ihnen die vorangegangenen Disziplinen in den Knochen steckten, wodurch sie unter ihren Bestleistungen blieben. Im Ziel gab es dennoch einen Grund zur Freude: Beide haben ihren ersten Siebenkampf erfolgreich beendet. Mit einem neunten Platz für Jennifer und einem zehnten Platz für Lea sicherten sich beide eine Top-Ten Platzierung. Das kann sich für den ersten Siebenkampf mehr als sehen lassen. Zur Belohnung gab es dann für beide eine Pizza, die sie sich wirklich mehr als verdient haben. 

Jennifer Bokeloh springt zum Hessischen Meistertitel

Bei den Hessischen Meisterschaften der U16 in Darmstadt war die LG Langen mit vier Athletinnen und Athleten am Start. Besonders zufrieden konnte Jennifer Bokeloh sein. Sie startete im Hochsprung der W14. Für sie war es ein Tag, an dem einfach alles zusammenpasste. Der Anlauf und die Sprungtechnik funktionierten sicher und auch ihr Knie, das ihr zuletzt wachstumsbedingt zu schaffen machte, fühlte sich gut an. Mit diesem Gefühl begann sie den Wettkampf. Mit einer Einstieghöhe von 1,45m stieg sie als letzte Teilnehmerin in den Wettbewerb ein und übersprang Höhe für Höhe ohne einen Fehlversuch. Erst bei der Höhe von 1,57m mussten Trainerin und Athletin kurz zittern, doch auch diese Höhe übersprang sie dann im dritten Versuch. Damit stand fest, dass ihr den Titel niemand mehr nehmen konnte. Die Konkurrentin, der Jennifer sich am vorherigen Wochenende in Hattersheim-Okriftel aufgrund einer höheren Anzahl von Fehlversuchen geschlagen geben musste, schied bei dieser Höhe aus. In Darmstadt war ihr der Sieg nicht zu nehmen. Nach den übersprungenen 1,57m wurde eine Höhe von 1,61m eingemessen, welche eine Steigerung ihrer persönlichen Bestleistung um ganze drei Zentimeter bedeuten würde. Jennifers großes Ziel für diese Saison war es, endlich die 1,60m-Marke zu überspringen und die Kader-Norm für den Hessischen D-Kader im Hochsprung zu überbieten. Auch diese Höhe meisterte sie im zweiten Versuch und scheiterte nur ganz knapp an den 1,64m. Damit liegt sie in ganz Deutschland aktuell auf Platz sechs.  

Eine glückliche Jenny nach ihrem Sieg

Laura Hühn (W14) startete in ihrer Paradedisziplin, dem Diskuswurf. Sie steigerte ihre Bestleistung direkt im ersten Versuch um gut drei Meter auf 26,56m und landete auf Rang fünf. Leider konnte sie in den folgenden Versuchen ihre Weite nicht noch einmal verbessern. Doch durch ihr Stützpunkttraining in Frankfurt, das sie mittlerweile ausschließlich besucht, wird sie diese ohnehin schon gute Leistung demnächst bestimmt steigern können. 

Laura beim Kugelstoßen

Henning Judt stellte sich im Weitsprung der ein Jahr älteren Konkurrenz. Für ihn ging es in erster Linie darum, die 5m-Marke zu knacken. Die Platzierung war für ihn erst einmal zweitrangig. Nach fünf Versuchen, die alle Konstant um die 4,90m lagen, hatte er nur noch eine letzte Chance. Diese Chance nutzte er und landete bei 5,04m. Mit dieser Weite belegte er den sechsten Platz.  

Volle Konzentration während des Sprunges

Nicolas Hoch startete am zweiten Tag in der M15. Über die 80m Hürden lief er auf Rang fünf mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 13,06s. Auch im Flachsprint sprintete er im Bereich seiner Bestleistung und kam in das B-Finale. Alles in allem war es ein sehr erfolgreicher Wettkampf für unsere Athleten, die die Late-Season noch richtig nutzen konnten.

Nico kämpft sich durch den Hürdenwald

Erfolgreiche Late-Season mit zahlreichen Bestleistungen

Seit Ende der Sommerferien findet unter umfangreichen Corona-Auflagen eine Reihe an Wettkämpfen statt. Neben Vereinssportfesten hat der Hessische Leichtathletik-Verband mehrere Hessische Meisterschaften terminiert, die den Athletinnen und Athleten der LG Langen die Möglichkeit bieten, in einer späten Wettkampfsaison persönliche Bestleistungen und Titel zu erzielen.

Jennifer Bokeloh nutzte diese Chance optimal und holte bei den in Darmstadt ausgetragenen Hessischen U16-Meisterschaften die Goldmedaille im Hochsprung. Mit übersprungenen 1,61m verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung aus dem letzten Jahr um 3 cm und sprang damit auf den aktuell sechsten Platz der bundesdeutschen Bestenliste der W14. Ihre gute Form konnte Jennifer bereits eine Woche zuvor beim Hochsprung-Einladungswettkampf des Hessischen Leichtathletik-Verbands in Hattersheim andeuten, bei dem sie mit 1,58m auf den zweiten Platz sprang. Laura Hühn vertrat die LG Langen im Diskuswurf der W14. Mit 26,56m konnte sie ihren bisherigen Hausrekord um gute 3m verbessern und sich auf dem 5. Rang platzieren. Nicolas Hoch startete in der M15 sowohl über 80m Hürden als auch über 100m. Über die Hürdenstrecke gelang ihm eine Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung auf 13,06 Sekunden und Platz 5, während er über 100m in 13,09 Sekunden im B-Finale im Rahmen seiner bisher gezeigten Leistungen blieb. Henning Judt startete bei den ein Jahr älteren M14-Jungen hoch und konnte erstmalig die 5m-Marke überspringen. Mit 5,04m erzielte er den 6. Platz und steigert seinen bisherigen Hausrekord von 4,98m, den er wenige Wochen zuvor in Marktheidenfeld aufgestellt hatte, noch einmal. In der unterfränkischen Metropole konnte Henning darüberhinaus seine Bestleistung über 75m auf 10,61 Sekunden drücken.

Bereits ein Wochenende zuvor reiste ein kleines Team an M13- und M12-Jungen nach Heuchelheim, um die Form in den Wurfdisziplinen zu testen. Felix Lenz stieß die Kugel 9,54m weit und ließ den Diskus auf 27,97m und den Speer auf 32,55m fliegen, was drei neue Hausrekorde für ihn bedeutete. Dass Felix aufgrund einer Verletzung nicht aus voller Beschleunigung werfen konnte, lässt auf eine weitere Steigerung in diesen Disziplinen hoffen. Ebenfalls drei neue Bestleistungen erzielte Henning Judt. Mit 33,24m im Speer- und 26,72m im Diskuswurf verbesserte er sich jeweils um mehrere Meter; im Kugelstoßen stellten die 7,34m eine solide Leistung dar. Ian Thissen warf den Speer auf 28,45m und deutete sein Potential an, so dass das Erreichen der 30m nur noch eine Frage der Zeit ist. Conner Thissen startete im Diskus- und im Speerwurf und holte mit Weiten jeweils knapp über 17m Mittelfeldplatzierungen. Simon Kolle gab als einziger M12-Athlet mit 11,81m sein Speerwurf-Debüt und verbesserte sich im Kugelstoßen auf 5,84m.

Leichtathletik-Training mit YouTube

Wie trainieren in Corona-Zeiten, wenn alle Sporthallen und –plätze geschlossen sind? Kein Problem für Henning Judt von der LG Langen, Sechstklässler der Frankfurter Sportschule und E-Kaderathlet. Er erinnert sich an alle Übungen aus Schul- und Vereinstraining und setzt diese im Haus, im Garten, im Wald und auf Feldwegen um. Seine Mutter Antje Judt filmt dabei einige Sequenzen und legt damit zufällig die Basis für ein größeres Projekt.

Denn die ersten beiden Filme, die Henning beim Training in der Koberstadt zeigen und die ursprünglich als Motivationsvideos für seine Trainingsgruppe gedacht waren, ziehen die Aufmerksamkeit von Dominic Ullrich, Lehrertrainer an der Eliteschule des Sports Frankfurt am Main und Vizepräsident Jugend des Deutschen Leichtathletik-Verbands DLV, auf sich. Er bittet Henning und Antje Judt, weitere Ideen und Filme zu produzieren. Dies lassen sich der Nachwuchsathlet und die lizenzierte Trainerin nicht zweimal sagen und sind in den folgenden Tagen mit Trainingsplan und Kamera beschäftigt, um zu dokumentieren, wie Kinder und Jugendliche für sich alleine, aber dennoch koordinativ und konditionell anspruchsvoll trainieren können. Dass der Spaß dabei nicht zu kurz kommt, liegt auch am kreativen Einbezug von Alltagsmaterialien in die Übungen. So sorgen Wasserflaschen, Schuhkartons, Wäscheklammern, Sägeböcke und Schulbücher für besondere Motivation.

Die Kreativität in Bahnen zu lenken, oblag dann Dominic Ullrich, der die einzelnen Sequenzen zu einer bislang 16 Ausgaben umfassenden Video-Reihe unter dem Label „HomeAthletics“ verarbeitet hat. Diese erscheint ab sofort regelmäßig auf seinem über 4000 Abonnenten umfassenden YouTube-Kanal „Athletics and more“ und dient damit vielen Trainerinnen und Trainern als aktuelle Inspiration für Trainingsideen in Corona-Zeiten. Auch der DLV hat sich die Videos zu eigen gemacht. Im Rahmen der gerade lancierten Kampagne #TrueAthletes@Home sind die Filme unter Rubrik „Übungsvideos für junge Athleten“ zu sehen und stehen u.a. in einer Reihe mit einem vom Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo angebotenen Kindertraining.

Henning und Antje Judt freuen sich natürlich über die große Reichweite ihrer Arbeit. Noch wichtiger ist der Trainerin aber, dass auch die Trainingsgruppen der LG Langen von den Ideen profitieren und sich damit fit halten können, bis wieder ein ganz normales Vereinstraining möglich ist.

Vierfacher Titelgewinn für die LG Langen

Viermal Gold, sechsmal Silber und fünfmal Bronze und eine Reihe an Endkampf-Platzierungen ist die Bilanz der LG Langen bei den Hallen-Kreismeisterschaften der Altersklassen U14 und U16 in der Darmstädter BSZ-Halle. Dabei konnten sich Jennifer Bokeloh über 4, Nicolas Hoch und Henning Judt über 3 und Laura Hühn über 2 Medaillen freuen.

Mit dem Kreismeistertitel im Hochsprung mit übersprungenen 1,47m, dem Vizetitel über 60m Hürden in 10,14 Sekunden und zwei dritten Plätzen über 60m in 9,00 Sekunden und im Kugelstoßen mit 7,78m war Jennifer Bokeloh (W14) die erfolgreichste Athletin der LG. Nicolas Hoch (M15) punktete mit dem Titelgewinn über 60m Hürden in 10,26 Sekunden und Vizetiteln über 60m in 8,22 Sekunden und im Weitsprung mit 4,97m. Henning Judt (M13) sicherte sich mit 4,83m die Goldmedaille im Weitsprung und holte mit 10,36 Sekunden über 60m Hürden und 1,41m im Hochsprung zwei weitere Silbermedaillen. Laura Hühn (W14) war in der W14 im Kugelstoßen mit 8,32m nicht zu schlagen und sprang mit 1,26m im Hochsprung auf den dritten Platz. Prince Philip Schneider (M13) wurde im 60m-Finale in 8,46 Sekunden Vizemeister knapp vor seinem Bruder Emmanuel, der sich in 8,54 Sekunden die Bronzemedaille holte. Ein weiterer dritter Platz ging mit 8,78m im Kugelstoßen an Felix Lenz (M13).

Auch in den Top Acht war die LG Langen gut vertreten. Felix Lenz verpasste als Vierter M13 mit 11,12 Sekunden über 60m Hürden knapp das Treppchen. Ebenfalls im Hürdensprint wurde Leif Barbion Fünfter der M12 in 14,12 Sekunden. Merle Hackenberg holte sich in der W13 zwei sechste Plätze im Hochsprung mit 1,18m und im Kugelstoßen mit 6,72m. Siebte Plätze gab es für Simon Kolle im Weitsprung der M12 (3,63m), Ian Thissen über 60m Hürden der M13 (11,70 Sekunden) und Christian Zschögner im Kugelstoßen der M14 (5,15m). Simon Kolle wurde darüberhinaus Achter im Kugelstoßen der M12 (5,34m) ebenso wie Melina Nastos über 60m Hürden der W13 (12,52 Sekunden) und Prince Philip Schneider im Weitsprung der M13 (4,08m).